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Fit und gesund essen mit Sauerkraut

Schon Pfarrer Kneipp schwörte auf Sauerkraut als Naturheilmittel bei allerlei Beschwerden.

Einst ein Arme-Leute-Essen, genießt das wertvolle Kraut längst seinen Ruf als Gesundheitskost. Zu verdanken ist dies hauptsächlich der Milchsäure: Bei der Vergärung von Weißkohl zu Sauerkraut arbeiten natürliche Bakterien und Hefen den Kohl um, indem sie ihm bestimmte Stoffe entziehen und andere hinzufügen.

Weiterer Vorteil: Die vielen gesunden Inhaltsstoffe bleiben durch die Milchsäure-Gärung erhalten. Zudem ist das Kraut mit 17 Kilokalorien pro 100 Gramm (roh) äußerst kalorienarm. Für den Verbraucher gilt: Frisches Sauerkraut (z. B. als Salat) ist am gesündesten, da sonst ein Teil der Vitamine verloren geht. Aus diesem Grund sollte man es auch nicht waschen. Am besten, man kauft das Kraut frisch im Reformhaus oder direkt beim Bauern. Wer das Kraut nicht roh mag, kann es auch zusammen mit einer Zwiebel, etwas Fett und Kümmel maximal 20 bis 25 Minuten sanft garen.

Bei welchen Beschwerden Sie besonders häufig Sauerkraut essen sollten:

* Immunschwäche: Sauerkraut ist eine wahre Vitamin C-Bombe (100 g enthalten ca. 20 mg) und enthält zusätzlich viel Folsäure, welche die Aufnahme von Vitamin C unterstützt. Wer seine Abwehr gezielt stärken will, sollte deshalb regelmäßig frisches Sauerkraut essen.

* Wundheilungsstörungen: Das Kraut ist ein großer Vitamin K-Lieferant. Eine Portion von 200 g enthält das 1,5-fache des Tagesbedarfs von 80 Mikrogramm. Das fettlösliche Vitamin fördert die Blutgerinnung und Wundheilung. Auch bei Gallenerkrankungen, Leberfunktionsstörungen und Blutverlusten (z. B. nach Operationen) besteht Vitamin K-Mangel.

* Darmerkrankungen: Der hohe Milchsäureanteil (mit 1,6 g pro 100 g Kraut übrigens mehr als im Joghurt) regeneriert zusammen mit B-Vitaminen angegriffene Darmschleimhäute. Die Milchsäurebakterien verhindern, dass sich schädliche Mikroorganismen im Darm breit machen. Dazu gehört auch die antibiotische und damit entzündungshemmende Wirkung gegen Salmonellen und Coli-Bakterien.

* Nervosität und Depressionen: Der im Kraut enthaltene Botenstoff Azetylcholin wirkt beruhigend auf das vegetative Nervensystem. Manche Neurologen empfehlen ihren depressiven Patienten sogar eine Drei-Monats-Kur mit reichlich Sauerkraut.

* Hohe Blutfettwerte: Beim Gärungsprozess des Sauerkrauts entstehen große Mengen Cholin, auf dessen Zufuhr mit der Nahrung wir angewiesen sind. Das B-Vitamin ist am Fettstoffwechsel beteiligt und kann so hohe Blutfettwerte senken helfen.

* Herz-/Kreislauf-Erkrankungen: Die Milchsäurebakterien greifen in den Gallenstoffwechsel ein und senken so den Cholesterinspiegel. Die beste Herz-schützende Wirkung erzielt man, wenn man möglichst oft Sauerkraut mit fermentierten Milchprodukten kombiniert.

Tipp: Rohes Sauerkraut kann auch den Kater nach einer durchfeierten Nacht vertreiben. Der hohe Gehalt an Vitamin C und Milchsäure beseitigt Kopfweh, räumt den Darm auf und macht schnell wieder munter.

Quelle: Medical Mirror 12/05

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