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Löwenzahn: Unkraut mit Heilwirkung

Während Gärtner sie eher mit gemischten Gefühlen sehen, haben Kinder ihre Freude an der Pusteblume. Tatsache ist: Wer die Pflanze mit den gezackten Blättern nur als Unkraut ansieht, tut ihr Unrecht.

Denn der auf der nördlichen Halbkugel weit verbreitete Löwenzahn (Taraxacum officinale) ist eine wertvolle Heilpflanze, die schon in der Volksmedizin u. a. wegen der gelben Blütenfarbe gegen Gelbsucht eingesetzt wurde - zu Recht, wie sich später herausstellte. So besitzt Löwenzahn nicht nur eine harntreibende, sondern auch blutreinigende Wirkung. Zudem kann der hohe Anteil an Bitterstoffen (Taraxinen) die Gallensekretion erhöhen und die Magensaftproduktion steigern.

Wichtig zu wissen: Bei einer Entzündung oder einem Verschluss der Gallenwege sollte Löwenzahn nicht eingenommen werden. Auch Schwangere und Stillende sollten sicherheitshalber Rücksprache mit ihrem Arzt halten. Bei empfindlichen Personen kann es durch Kontakt mit dem Milchsaft zu Hautreizungen kommen. Bei welchen gesundheitlichen Beschwerden Sie Löwenzahn einsetzen können:

* Frühjahrsmüdigkeit: Wegen seiner blutreinigenden und Stoffwechsel-anregenden Wirkung eignet sich Löwenzahn besonders für eine Frühjahrskur. Hierzu am besten 4 - 6 Wochen lang täglich Löwenzahn-Frischpress-Saft (Apotheke, Reformhaus) nach Vorschrift verdünnt mit Wasser einnehmen.

* Appetitmangel/Verdauungsbeschwerden: Bei Appetitlosigkeit hilft es, jeweils 30 Minuten vor den Mahlzeiten 1 Tasse Löwenzahntee zu trinken. Bei Blähungen oder Völlegefühl wirkt ein Tee nach den Mahlzeiten lindernd. Hierzu fertigen Löwenzahntee nach Vorschrift aufbrühen oder 1 TL getrocknete Löwenzahnblätter- oder wurzeln (ebenfalls in der Apotheke erhältlich) mit 250 ml kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen und dann abseihen.

* Wassereinlagerungen/Krampfadern: Löwenzahn wirkt stark entwässernd und wirkt so auch Ödemen entgegen. Tipp: Die Wirkung kann durch Kombination mit Brennnessel und Schachtelhalm (z. B. als Tee- oder Saftmischung) noch verbessert werden. Bei Neigung zu Krampfadern 40 g Wurzeln und Blätter mit 1 l Wasser 5 Min. lang kochen, abkühlen lassen, abseihen und Beine darin baden.

* Leber-, Nieren- und Gallenleiden: Die Heilpflanze kann die Nieren- und Leberfunktion steigern und gleichzeitig Störungen des Gallenflusses sowie Harnwegsentzündungen lindern. Nach neuen Erkenntnissen soll Löwenzahn auch Gallenstein-Leiden und Nierengrieß günstig beeinflussen. Auch hier wird am besten eine 6-wöchige Tee- oder Saftkur durchgeführt, über die jedoch sicherheitshalber der Arzt informiert werden sollte.

* Hautprobleme/Ekzeme: Eine Löwenzahnlotion stärkt und reinigt die Haut: 30 g Löwenzahnwurzeln mit 500 ml Wasser 30 Min. lang köcheln lassen, abseihen und in eine saubere dunkle Flasche abfüllen. Haut regelmäßig damit abtupfen. Bei Warzen, Ekzemen und Furunkeln einen Versuch wert: Frischen Löwenzahnsaft auf die betroffene Stelle tupfen.

Übrigens: Aus den (jungen) Löwenzahnblättern lässt sich auch ein schmackhafter Salat zubereiten oder unter andere Salate mischen. Tipp: Damit die wertvollen Inhaltsstoffe nicht ausgeschwemmt werden, Blätter nur abspülen. Aus den gelben Blüten kann man einen leckeren Sirup herstellen. Hierzu 2 Hand voll Blüten mit 500 ml Wasser erhitzen und aufkochen, über Nacht stehen lassen, danach gut auspressen und mit 500 g (Rohr)Zucker auf kleinster Stufe so lange köcheln, bis die Flüssigkeit verdunstet ist.

Quelle: Medical Mirror 04/05

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