Bei Osteoporose-Therapie auf genügend Kalzium achten
Zur Behandlung von Knochenschwund stehen heutzutage gut wirksame Arzneimittel zur Verfügung. Viele Patienten glauben, dass dadurch die Einnahme von Kalzium und Vitamin D überflüssig wird - ein Irrtum, wie Dr. John A. Sunyecz berichtet.
Da Osteoporose-Medikamente kein Kalzium enthalten, aber dann am wirksamsten sind, wenn dem Körper genügend des Mineralstoffs sowie Vitamin D zur Verfügung steht, erzielen zahlreiche Patienten nicht den optimalen Behandlungserfolg, glaubt der Gynäkologe aus Hopwood (Pennsylvania). Er ist Co-Autor einer Studienanalyse, die zeigt, dass zwischen 1994 und 2003 die Verschreibung von Bisphosphonaten um das Fünffache gestiegen ist. In dem gleichen Zeitraum sank der Anteil der Patienten, die mit Kalzium-Präparaten behandelt wurden, um fast 50 Prozent.
Dabei brauchen Osteoporose-Patienten sowohl entsprechende Medikamente als auch Kalzium, so Dr. Sunyecz: "Stellen Sie sich Ihren Körper vor als eine Baustelle mit Ihren Knochen als unfertiges Balkenwerk, bei dem die Osteoporose-Medikamente als Werkzeuge und Kalzium als Rohmaterial für die Struktur dienen. Wenn Ihr Körper über kein Roh-Material verfügt, sind die Werkzeuge allein zur Strukturbildung ineffektiv." Allein aus diesem Grund ist eine ausreichende Zufuhr von Kalzium wichtig.
Der Tagesbedarf eines Erwachsenen liegt bei 1 000 mg, kann jedoch bei Frauen in den Wechseljahren auf 1 500 mg steigen. Der Kalziumbedarf von 1 000 mg lässt sich z. B. durch 1 Glas Milch oder Buttermilch (200 ml), 1 Fruchtjogurt (250 g) und 2 Scheiben Käse (60 g) decken. Alternative ist ein Präparat mit Kalzium-Carbonat oder -Citrat, die gut vom Körper verwertet werden.
Wichtig: Kalzium-Carbonat sollte mit Lebensmitteln, Bisphosphonate dagegen auf leeren Magen und daher nicht gleichzeitig eingenommen werden.
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