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Mehr Erfolg bei der Raucherentwöhnung

Vareniclin verhindert die Bindung von Nikotin an Rezeptoren im Gehirn.

Wer mit dem Rauchen aufhören will, weiß, wie schwierig das ist. Dementsprechend scheitern viele Versuche. Ein neuartiger Wirkstoff soll die Erfolgsbilanz bei der Raucherentwöhnung deutlich verbessern. Bei Vareniclin handelt es sich um eine Substanz, die an die Niktoin-Acetylcholin-Rezeptoren im Gehirn bindet. Damit besetzt es quasi die Andockstellen für das für die Sucht verantwortliche Nikotin und hält es von den Rezeptoren fern. Gleichzeitig verringert es das Verlangen und die Entzugserscheinungen bei der Entwöhnung. Vorgestellt wurde der Wirkstoff anlässlich des Kongresses der Amerikanischen Herzgesellschaft (AHA) in Dallas (Texas).

Erste Studien haben bereits positive Ergebnisse gebracht. In den zwei Untersuchungen hatten über 1.000 zur Entwöhnung motivierte Langzeitraucher zweimal täglich 1 mg Vareniclin eingenommen. Die Wirkung wurde mit einem Scheinmedikament und Bupropion verglichen, welches bereits hierzulande für die Raucherentwöhnung zugelassen ist.

Ergebnis: In beiden Studien gelang es unter Vareniclin jeweils 44 Prozent, in den ersten entscheidenden vier Wochen ohne den Glimmstängel auszukommen. Mit Bupropion waren es jeweils 30 Prozent und mit Placebo nur knapp 18 Prozent. Nach insgesamt zwölf Wochen Therapie folgte eine weitere 40-wöchige Beobachtungszeit ohne Behandlung. Nach insgesamt einem Jahr waren von den mit Vareniclin behandelten Teilnehmern 22,1 (Studie 1) bzw. 23 Prozent (Studie 2) dauerhaft abstinent, während es unter Bupropion 16,4 bzw. 15 Prozent und unter dem Scheinmedikament nur 8,4 bzw. 10 Prozent schafften.

Quelle: Medical Mirror 12/05

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