Winterurlaub: Vorsicht bei Medikamenteneinnahme in der Sonne
Ab in den Süden oder auf den Berg: In den Wintermonaten zieht es regelmäßig viele Menschen in die Sonne.
Andere gehen in der kalten Jahreszeit regelmäßig ins Solarium. Doch aufgepasst, wenn sich die Haut rötet: Nicht immer handelt es sich dabei um einen Sonnenbrand. Wie die Gesellschaft Deutscher Chemiker e. V. berichtet, kann die Kombination von Medikamenten-Wirkstoffen und UV-Licht eine phototoxische Reaktion auslösen. Diese sieht einem Sonnenbrand sehr ähnlich: Die Haut ist - trotz Verwendung von Sonnenschutzmitteln - gerötet oder schält sich sogar.
Ursache für die Symptome ist der Wirkstoff-Bestandteil Chromophor. Dieser kann die in Sonnen- und Solariumlicht enthaltene energiereiche UV-A-Strahlung absorbieren und als Energie-Überschuss wieder an Bestandteile der Hautzellen abgeben und entsprechende Hautschäden verursachen, was als Photosensibilisierung bezeichnet wird. Zu den kritischen Medikamenten gehören z. B. Schmerzmittel mit dem Wirkstoff Ketoprofen, Doxycyclin-haltige Antibiotika oder Johanniskraut-Präparate. Auch bestimmte chemische Substanzen in Kosmetika sowie Inhaltsstoffe von Sellerie und Pastinaken bergen dieses Risiko.
Wer entsprechende Medikamente einnehmen muss, braucht allerdings auf den Winterurlaub nicht völlig zu verzichten. Lange Kleidung, ein Sonnenhut und der überwiegende Aufenthalt im Schatten beugen phototoxischen Reaktionen und zusätzlich auch einem "normalen" Sonnenbrand vor.
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