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Bierhefe: Nährstoff-Power für die Schönheit

Eigentlich ist sie ein Nebenprodukt der Bierherstellung, aber was für eines: Die bei der Gärung anfallende Bierhefe wurde schon von den alten Ägyptern als wirksames Naturheilmittel vor allem bei Hauterkrankungen geschätzt.

Heute weiß man auch, warum: Bierhefe gilt als das Naturprodukt mit dem höchsten Gehalt an Vitamin B1 und Quelle für weitere wichtige B-Vitamine. Darüber hinaus besteht die Bierhefezelle zu mindestens 40 Prozent aus Eiweiß und dessen Bestandteilen, den essentiellen (lebenswichtigen) Aminosäuren. Bierhefe enthält jedoch nicht nur wichtige Nährstoffe, die unser Körper bei körperlicher und nervlicher Belastung oder vegetarischer Ernährung braucht, sondern unterstützt auch eine gesunde Haut, Haare und Nägel. So können z. B. bei einem Mangel an B-Vitaminen unreine Haut, brüchige Fingernägel oder Haarausfall auftreten. Biotin, Niacin, Panthotenat und die wertvollen Aminosäuren können den Hautstoffwechsel fördern und so auch die natürliche Zellerneuerung der Haut anregen.

Doch jetzt bitte nicht zur Flasche Bier greifen! Denn die Bierhefe wird inzwischen aus Gründen der Haltbarkeit weitgehend aus dem Gerstensaft entfernt. Die wertvollen Inhaltsstoffe gehen jedoch trotzdem nicht verloren, sondern werden schonend verarbeitet und als Nahrungsergänzungsmittel (Tabletten, Flocken oder flüssige Kurmittel) in Drogeriemärkten, Naturkostläden, Reformhäusern und Apotheken angeboten. Während sich Flocken zum Drüberstreuen und Anreichern von Speisen (Suppen, Salaten, Soßen, Joghurt) und Getränken eignen, sind Tabletten besonders praktisch für unterwegs.

Wer Bierhefe einnimmt, sollte jedoch etwas Geduld haben. In der Regel dauert es vier bis sechs Wochen, bis die ersten positiven Ergebnisse sichtbar werden. Daher sollten Bierhefe-Produkte immer kurmäßig (die Dosierung richtet sich nach dem jeweiligen Präparat) über mehrere Monate eingenommen werden. In den ersten Tagen können mitunter vermehrt Pickel und Unreinheiten auftreten. Dies ist kein Grund zur Sorge, sondern Anzeichen dafür, dass "Schlackenstoffe" aus den unteren Hautschichten nach oben transportiert werden.

Wichtig zu wissen: Der Verzehr von Bierhefe-Produkten ist unbedenklich. Nur Menschen mit hohen Harnsäurewerten oder Gicht sollten wegen des hohen Purin-Gehaltes vorsichtig sein.

Bierhefe eignet sich auch gut zur äußeren Anwendung. Fertige Masken mit Bierhefe-Wirkstoffen entfernen Talg und abgestorbene Zellen bei unreiner Haut, normalisieren den Hautstoffwechsel und regen die Zellerneuerung an. Sie können Bierhefe-Masken aber auch leicht selbst herstellen:

Entspannt und nährt trockene oder anspruchsvolle Haut: 1 Eigelb, 1 Esslöffel Bierhefeflocken und 3 Esslöffel Sahne verrühren und anschließend 2 Esslöffel gemahlene Weizenkeime hinzugeben, bis ein dickflüssiger Brei entsteht. Die Maske auftragen und 15 - 20 Minuten einwirken lassen. Danach mit lauwarmem Wasser abspülen und die gewohnte Gesichtscreme auftragen.

Belebt und klärt müde, schlecht durchblutete oder großporige Haut: 1 - 2 Esslöffel Bierhefeflocken mit etwas lauwarmem Wasser vermischen, bis ein Brei entsteht. Das Peeling sanft in die Gesichtshaut einrubbeln. Ein paar Minuten einwirken lassen und mit lauwarmem Wasser gründlich abspülen. Anschließend die gewohnte Gesichtspflege auftragen.

Quelle: Medical Mirror 12/05

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