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Rasieren: Wie Mann mit heiler Haut davonkommt

Dermatologen empfehlen, die Rasur auf die jeweilige Haar- und Hautbeschaffenheit abzustimmen. Wer Hautprobleme hat, sollte eher zum elektrischen Rasierer greifen.

Für die meisten Männer ist sie reine Notwendigkeit - die morgendliche Rasur. Während die einen lieber zu Schaum und Nass-Rasierer greifen, schwören die anderen auf ihren elektrischen Bartschneider. Doch beim Rasieren sollten nicht nur persönliche Vorlieben eine Rolle spielen, so US-amerikanische Dermatologen.

Wichtig ist, dass Männer die Art der Rasur auf ihre Haar- und Hautbeschaffenheit abstimmen. "Durch eine Rasur mit einem Rasiermesser werden abgestorbene Zellen von der Hautoberfläche abgetragen, erklärt Professor Dr. med. Harold Brody von der Emory Universität in Atlanta (Georgia). "Dies kann der Haut im Einzelfall zugute kommen, weil dadurch auch Unreinheiten entfernt werden." Männer mit einer Seborrhö (Entzündung der Oberhaut infolge vermehrter Talgproduktion) können daher ebenfalls von einer täglichen Rasur profitieren.

Die Tatsache, dass Rasieren die Haut regelrecht zerkratzt, kann jedoch auch zum Problem werden, glaubt Professor Dr. med. David McLean, Dermatologe von der Universität von British Columbia in Kanada. "So ist die Haut alles andere als flach. Man muss sie sich wie ein Feld von Hügeln und Tälern vorstellen: Die Hügel sind vergleichbar mit den Follikeln, aus denen die Haare wachsen. Bei einer gründlichen Rasur kann daher auch der Haarfollikel beschädigt werden."

Die Hautärzte empfehlen daher, beim Rasieren auf folgendes zu achten:

* Männer mit unreiner Haut sollten eher ein Rasiermesser benutzen, weil hierdurch auch Mitesser entfernt werden und medizinische Wirkstoffe, wie z. B. Aknemittel, besser von der Haut aufgenommen werden.

* Wer über dichtes, lockiges Gesichtshaar verfügt, ist vermutlich mit einem elektrischen Rasierer besser dran: Besonders durch hohen Druck auf die Haut, etwa durch mehrblättrige Nassrasierer, besteht die Gefahr, dass das Haar einwächst und sich die Haut entzündet.

* Auch vor einer elektrischen Rasur sollten die Barthaare immer feucht gemacht werden. Das Haar ist dann nicht nur leichter zu rasieren, sondern spaltet sich auch nicht an den Enden.

* Bei einer Nass-Rasur ist es wichtig, den Bart gleichmäßig mit Rasierschaum zu benetzen. Nicht sofort losrasieren, sondern erst etwa drei Minuten einwirken lassen. Dadurch kann das Haar "aufquellen" und wird nicht so leicht von der Klinge weggedrückt. Ergebnis: ein waagerechter glatter Schnitt.

* Bei Hautproblemen besser auf After-Shaves und Lotionen verzichten, die Öle enthalten. Diese Produkte können eine Akne verschlimmern.

* Auch wenn es noch so banal klingt: Nie in eine Eile rasieren. So besteht gerade bei neuen Rasiermessern oder Rasierklingen die Gefahr, sich ernsthaft zu verletzen.

Quelle: Medical Mirror 01/06

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